FinanzKompass Berlin
Ratgeber

Die Rentenlücke 2025: Was bleibt nach der Inflation?

Von Mareike Hagedorn, Seniorexpertin Vorsorge·2. Dezember 2024·5 Min. Lesezeit

Vergessen Sie die Hochglanzprospekte Ihrer Bank. Wenn Sie heute 3.140 Euro netto verdienen, wird das im Jahr 2047 nicht mehr für den gleichen Lebensstandard in Berlin reichen. Wir rechnen das mal kurz durch und schauen uns die nackten Zahlen an.

Die stille Enteignung durch 2,14 % Inflation

Viele Sparer in Berlin-Pankow oder Steglitz machen einen Denkfehler. Sie sehen die Zahl auf ihrem Rentenbescheid und fühlen sich sicher. Doch die Inflation frisst die Kaufkraft schneller weg, als mancher gucken kann. Bei einer durchschnittlichen Teuerungsrate von 2,14 % pro Jahr halbiert sich der Wert Ihres Geldes in etwa 33 Jahren. Das ist keine Theorie, sondern Mathematik. Wer im September 2013 sein Erspartes unter das Kopfkissen gelegt hat, kann sich heute bereits deutlich weniger davon leisten. Zahlen lügen nicht.

Wenn wir uns das Jahr 2045 anschauen, sehen die 2.000 Euro von heute plötzlich sehr klein aus. Effektiv besitzen diese dann nur noch eine Kaufkraft von etwa 1.284 Euro. Das reicht gerade so für die Miete in einer durchschnittlichen Zwei-Zimmer-Wohnung, wenn die Preise so weiter steigen wie bisher. Ihr Netto gehört Ihnen, aber nur, wenn Sie es vor der Geldentwertung schützen. Wir haben für 423 Klienten seit März 2018 genau diese Szenarien durchgerechnet und die Ergebnisse waren oft ein Weckruf.

Zahlen lügen nicht: Wer heute nicht mit der Inflation rechnet, zahlt im Alter die Zeche mit seinem Lebensstandard.
Die stille Enteignung durch 2,14 % Inflation

Der Fall Thomas S.: Eine Realitätsprüfung

Nehmen wir Thomas S., einen IT-Projektleiter aus Berlin, 44 Jahre alt. Er verdient aktuell 4.180 Euro netto und plant mit einer Rente von 2.450 Euro. Auf dem Papier klingt das solide. Doch Thomas hat die Krankenversicherung der Rentner und die Pflegeversicherung vergessen, die zusammen rund 11,2 % von seiner Bruttorente schlucken. Am Ende bleiben ihm real – inflationsbereinigt – vielleicht noch 1.340 Euro Kaufkraft übrig. Das ist eine Lücke, die er mit seinem aktuellen Sparkonto nicht schließen kann.

Wir haben Thomas geholfen, seine Strategie anzupassen. Statt auf ein mickriges Sparbuch zu setzen, haben wir 3 alternative Wege verglichen. Durch eine gezielte Nettolohnoptimierung spart er nun monatlich 114 Euro an Steuern, die direkt in seine private Vorsorge fließen. Das kostet ihn keinen Cent mehr von seinem verfügbaren Einkommen, erhöht aber seine prognostizierte Rente um 427 Euro pro Monat. Keine Luftschlösser, nur Fakten und saubere Kalkulationen.

Warum Bankberater oft die Unwahrheit sagen

In vielen Beratungsgesprächen am Kurfürstendamm werden die Kosten der Produkte verschwiegen. Eine Versicherung, die 1,8 % Gebühren pro Jahr frisst, macht jeden Zinseszinseffekt kaputt. FinanzKompass Berlin arbeitet anders. Wir zeigen Ihnen die Nettorendite nach Steuern und Kosten. Seit unserer Gründung im September 2013 haben wir gesehen, wie viele Menschen in teure Verträge gelockt wurden, die nur der Bank helfen. Bei uns sehen Sie die Kosten auf den zweiten Dezimalplatz genau.

Ein typischer Fehler ist die Annahme, dass die gesetzliche Rente stabil bleibt. Doch das Rentenniveau sinkt bis 2039 voraussichtlich auf 48,2 %. Das ist ein gesetzlich verankerter Wert. Wer sich darauf verlässt, geht ein hohes Risiko ein. Wir empfehlen einen Mix aus Sachwerten und steuerbegünstigten Modellen. In einer 22-minütigen Analyse finden wir meistens drei bis vier Punkte, an denen Geld unnötig verbrannt wird. Ehrlich gesagt: Die meisten Leute verschenken jedes Jahr über 1.200 Euro an das Finanzamt.

Ihr Netto gehört Ihnen – aber nur, wenn Sie die versteckten Gebühren der Banken eliminieren.
Warum Bankberater oft die Unwahrheit sagen

Drei Schritte gegen die Rentenlücke

Der erste Schritt ist die Bestandsaufnahme. Suchen Sie Ihren letzten Rentenbescheid und die Unterlagen Ihrer privaten Vorsorge raus. Wir prüfen für Sie, ob die Zahlen noch zur aktuellen Inflation passen. Oft sind alte Verträge aus den Jahren 2004 bis 2011 heute völlig unrentabel. Ein Wechsel kann hier die Ablaufleistung um bis zu 27,4 % steigern, ohne dass Sie mehr einzahlen müssen. Es geht darum, das vorhandene Kapital effizienter arbeiten zu lassen.

Der zweite Schritt ist die Steueroptimierung. Viele Berliner wissen nicht, dass sie Beiträge zur Altersvorsorge voll absetzen können. Das bringt oft eine Rückerstattung von mehreren hundert Euro pro Jahr. Der dritte Schritt: Anfangen. Wer fünf Jahre wartet, verliert durch den Zinseszinseffekt bei einer monatlichen Sparrate von 250 Euro am Ende fast 44.000 Euro. Wir rechnen das mal kurz durch, damit Sie schwarz auf weiß sehen, was Warten kostet. Melden Sie sich für einen kurzen Check bei uns im Büro.

Übrigens: Wir schließen keine Verträge ab, die wir nicht selbst unterschreiben würden. Wir sind ein Team von 14 Experten in Berlin und betreuen derzeit 1.237 aktive Mandate. Unsere durchschnittliche Antwortzeit auf Anfragen liegt bei 2h 14min. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen, aber wir kommen schnell zum Punkt. Keine komplizierten Begriffe, sondern eine Planung, die Sie auch nach zwei Gläsern Wein noch verstehen. Das ist unser Versprechen seit 2013.